Grisu, der kleinen Drache

Die Welt ist voller Gegensätze. Im Biedermann schlummert ein Brandstifter und der aus der Art geschlagene Sohn eines Feuer speienden Drachens will unbedingt Feuerwehrmann werden. Die Rede ist von Grisu, dem kleinen Drache, dessen Zeichentrick- Fernsehabenteuer ab Juli 1977 vom ZDF ausgestrahlt und in den 1990er Jahren Sat.1, Nickelodeon und ProSieben wiederholt wurden. Grisu ist der Sohn von Fumé (“Der Geräucherte”) und Enkel von Zampirone (“Räucherkerze”). (weiterlesen …)

Pronto Salvatore

Gegen Ende der 80er Jahre wurde auf RTL ein Lückenbüßer zum Quotenstar: RTL (damals noch RTLplus) war frisch auf dem Fernsehmarkt und hatte teilweise mehr (Werbe-)Sendezeit als Inhalte. Da mußte Salvatore herhalten und bescherte dem jungen Sender hohe Einschaltquoten. Am 28.August 1988 bat er das erste mal an den Spieltisch. Er spielte mit Zuschauern am Telefon um 50-DM-Scheine. Salvatores Markenzeichen waren seine dunklen Sonnenbrillen, und seine rasante Moderation in gebrochenem Deutsch mit italienischer Akzent. In die Rolle des mafiösen Spielers war der Kölner Franco Campana geschlüpft. (weiterlesen …)

Teletubbies

1997 startete in Groß-Britannien ein Experiment: Das Fernsehen wurde “endlich” auch für die Zielgruppe “Kleinkind” erschlossen. Erstmals tappsten am 31.03.1997 rund 30 Minuten lang die “Teletubbies” über die Bildschirme – rundliche Knuddelfiguren mit Babygesicht, Antennen auf dem Kopf und in den knalligen Farben Lila, Grün, Gelb und Rot. Ihre Namen: Tinky-Winky, Dipsy, Laa-Laa und Po. Auf ihrem Bauch haben sie aufgemalte Bildschirme. Sie leben in einer surrealen Gartenlandschaft mit vielen Kaninchen, wohnen im Teletubby-Haus und wirken auf Erwachsene wie Außerirdische. (weiterlesen …)

Das Halstuch

Mittwoch abend, 17. Januar 1962: Das öffentliche Leben in Deutschland ist zum Erliegen gekommen. Die Straßen sind menschenleer, Kinos und Theater spielen vor leeren Sitzreihen, die meisten Kneipen ohne Gäste, Veranstaltungen werden abgesagt. Auf den Nachtschichten sind kaum Arbeiter. Sie haben Urlaub genommen oder sind “krank”. Der Grund: Im noch jungen Fersehen jagt Heinz Drache alias Kriminalinspektor Harry Yates den “Halstuchmöder”. (weiterlesen …)

Bitte in 10 Minuten zu Tisch

“Wir kochen einen geschmackvollen Liter Wasser” – Ich glaube, selbst mit diesem Gericht hätte in den 50er und 60er Jahren Fernsehkoch Clemens Wilmenrod gepunktet… und tausende deutscher Hausfrauen hätten an seinen Lippen gehangen. Er war Deutschlands erster “Fernsehkoch” und brachte der “Verehrte Feinschmeckergemeinde” – so sein Begrüßungsspruch in der Sendung “Bitte, in zehn Minuten zu Tisch” – in der Wirtschaftswunderzeit wieder den Spaß und die Freude auf den Tisch. (weiterlesen …)

Der Tchibo-Mann

„Die Kolonialzeit ist zurückgekehrt“, mag macher Deutscher in den 60ziger Jahren gedacht haben. Ein distinguierter älterer Herr mit Schnäutzer, dunklem Anzug und Homburger-Hut kämpft sich durch den Dschungel, schaut den Massai und Indios auf die Finger und kümmert sich um die Belange deutscher Kaffeetrinker… und das Fernsehn dokumentiert dies. ABER: Das Fernsehn war nur Werbefernsehn und der im Volksmund so genannte „Tchibo-Mann“ war nur Werbe-Ikone einer Kaffeerösterei. (weiterlesen …)

Dinner for one

dinnerforone“Same procedure as every year, James!” – An jedem Silvesterabend stoßen zwei alte Bekannte mit uns auf das neue Jahr an: James (Freddie Frinton) und Miss Sophie (May Warden). Seit Jahrzehnten sind die beiden Originale am 31. Dezember auf Sendung. Der kultige Zweipersonensketch “Dinner for One” ist die am häufigsten wiederholte Fernsehsendung in der deutschen TV-Geschichte. (weiterlesen …)

Irgendwie und Sowieso

Irgendwie und SowiesoWir schreiben das Jahr 1968. In ganz Deutschland ist die Jugend im 68er-Fieber. In ganz Deutschland?…. Ja sogar in Bayern, im fiktiven Dorf Zell im Landkreis sind Popmusik und Flower Power angekommen. Hier spielt die Serie “Irgendwie und Sowieso“, die das Bayerischen Fernsehen 1986 produzierte und in 12 Folgen a 50 Minuten ausstrahlte. Im Zentrum des Geschehens: Die Clique rund um den fülligen Jungbauer “Sir Quickly” Alfons Kerschbaumer – genannte “Sowieso” und gespielt von Ottfried Fischer – und deren Traum vom Leben. (weiterlesen …)

Der Chef

IronsideWann immer ich einen UPS-Wagen durch die Straßen schaukeln sehe, ist mir so als müsste er gleich anhalten, die Heckkappe öffnen, der mürrische Chief Ironside würde in seinem Rollstuhl herausrollen und irgendeinen Kriminalfall lösen. “Der Chef” – im Original “Ironside” – war einen US-amerikanische Krimiserien, die in den 79er und 80 Jahren im deutschen Fernsehen gezeigt wurde. Hauptfigur: Ein Polizist im Rollstuhl in San Francisco. (weiterlesen …)

Väter der Klamotte

Väter der KlamotteWer sagt denn, dass die “Klamotte” ein Genre wäre, auf das die modernen Privatsender abonniert seien… Schon in den siebziger Jahren war es dem öffentlich rechtlichen ZDF eine eigenen Serie Wert. Insgesamt 198 Folgen einer in den 20er/30er Jahren in den USA produzierten schwarz-weiß Klamauk-Serie sind in Deutschland erstmals ab Oktober 1973 unter dem Titel “Väter der Klamotte” im Fernsehen gezeigt worden. Der Kabarettisten Hanns Dieter Hüsch verlieh den ursprünglichen Stummfilmen seine besondere Note. (weiterlesen …)