Im Garten von Anneliese und Peterchen wohnt der Maikäfer Sumsemann. Vor langer Zeit hatte ein Holzdieb einem seiner Urahnen ein Beinchen abgeschlagen. Und deshalb fehlt allen Mitgliedern der Familie Sumsemann ein Beinchen. Nur wenn ein Maikäfer zwei artigen, tierliebenden Menschenkindern begegnet, darf er mit ihnen auf den Mond kommen, um das sechste Beinchen zu holen. Zusammen mit Anneliese und Peterchen macht sich der Maikäfer somit auf eine lange Reise in den Weltraum, um das fehlende Beinchen zu suchen. Als Höhepunkt der Reise reiten unsere drei Helden zusammen mit dem Sandmännchen auf dem Großen Bären zum Mond und werden mit einer großen Kanone auf den höchsten Mondberg geschossen.
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Die 80er Jahren waren nicht nur die Zeit des Kalten Krieges, unmöglicher Klamotten (Schulterpolster!) sondern natürlich auch ein Jahrzehnt mit ganz spezieller Musik, die gerade in diversen Radiosendern, Party-Reihen und Nostalgie-Shows ein Revival erlebt. Untrennbar mit der Musik der 80er Jahre verknüpft ist die Videoclip-Show “Formel 1“, die von 1983 bis 1990 von der ARD in den Bavaria-Studios produziert und ausgestrahlt wurde. Erster Moderator war Peter Illmann, der vom Bayerischen Rundfunk kam und später im ZDF die Bühnenshow “P.I.T. – Peter Illmanns Treff” moderierte. (weiterlesen …)
Zu den Waffen des kalten Krieges zwischen Ost und West gehörten – selbstverständlich – auch die Medien. So ist es nur verständlich, dass in der Konfrontation zwischen BRD und DDR dem Fernsehen eine besondere Rolle zukam. So manche Fernsehsendung musste – auf beiden Seiten – für ein Scharmützel herhalten. Mitunter nur kleine Seitenhiebe in einer Showsendung – aber es gab auch große Geschütze. Zu diesen gehörte auf Seiten der DDR die Sendung “Der schwarze Kanal” von und mit Karl-Eduard von Schnitzler. Als unmittelbarer Widerpart wurde das “ZDF-Magazin” unter Gerhard Löwenthal angesehen. (weiterlesen …)
Zu einer Zeit, als “MTV” und “VIVA” noch Fremdworte waren, da legte ein Engländer mit radebrechender deutschen Aussprache im Studio B des Norddeutschen Rundfunks (NDR) Schallplatten auf. 45 Minuten lang wurden neue Schlager vorgestellt, vor allem deutschsprachige. Moderator war Chris Howland, der sich selbst den Spitznamen “Mr. Heinrich Pumpernickel” gab. Neben der Musikeinspielung von der Schallplatte – beleitet vom Fernsehballett – gab es auch Live-Darbietungen von Studiogästen und kurze Filmeinspielungen. Vorproduzierte Videoclips, wie sie heute weltweit üblich sind, gab es noch nicht. (weiterlesen …)
Jaaa, Herr Rossi sucht das Glück, er will nur vom Glück ein Stück… Hei, was werden für Kindheitserinnerungen wach, wenn man das Titellied der italienischen Zeichentrickserie “Herr Rossi sucht das Glück” hört. Die Reihe lief in den Siebziger Jahren zuerst im ZDF und später vor allem in der ARD. Hauptfigur ist der frustierte Herr Rossi, der von seinem Chef unterdrückt wird und so gerne auch einmal etwas Glück für sich hätte. Wobei Glück im Rossi-Sinne in erster Linie materiellen Reichtum bedeutet (“und von all den schönen Gaben möcht Herr Rossi auch was haben…”). (weiterlesen …)
Man schreibt das Jahr 1066, die Normannen haben die Angelsachsen in der Schlacht bei Hastings besiegt. Catweazle, ein angelsächsischer Hexenmeister, ist auf der Flucht. Plötzlich sieht er sich von feindlichen Kriegern umstellt und will mit Hilfe der Zauberformel “Salmei, Dalmei, Adomei” und einem beherzten Sprung in einen Teich fliehen. Doch dabei geht etwas schief, und als Catweazle wieder auftaucht, versteht er die Welt nicht mehr. Kein Wunder, denn er ist mit seiner Kröte Kylwalda mitten im 20. Jahrhundert gelandet!
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Für die einen war es das nackte Grauen, für die anderen der Inbegriff hessischer Unterhaltungskultur. Im “Blauen Bock, beim Äppelwoi” – da gaben sich drei Jahrzehnte lang Stars und Sternen ein Stelldichein. Immerhin brachte es die bunte Mischung aus Show, Talk und Musik zwischen 1957 und 1987 auf 208 Ausgaben und traumhafte Einschaltquoten von 15 bis 20 Millionen Zuschauern pro Sendung. (weiterlesen …)
Am Alltag der Kölner Familie Fussbroich erfreuten sich deutsche Fernsehzuschauer in den 90er Jahren. Fred, Annemie und Frank sind die Helden der “einzig wahren Familienserie”. Die Fussbroichs sind waschecht kölsch, sie reden, wie sie immer reden, ob mit oder ohne Kamera vor der Nase und die Themen sind weltumspannnend: Fitnessstudio, Urlaub, Autos. Als die Regisseurin Ute Diehl Anfang der neunziger Jahre die Familienserie “Die Fussbroichs” entwarf, gab es Fernsehformate wie Reality-TV und Doku-Soap noch nicht. (weiterlesen …)
Im Schwarzwald war Dr. Brinkmann noch nicht Chefarzt der gleichnamigen Klinik und an Chicago Hope, den Emergency Room oder gar die Sachsenklinik war nicht zu denken – da richteten sich Ende der 70er Jahre die Blicke der Fernsehzuschauer auf “Das Krankenhaus am Rande der Stadt“. Erzählt werden Geschichten rund um eine orthopädische Station am Rande der fiktiven böhmischen Stadt Bohr. Aus dem Leben gegriffene Alltagsgeschichten und Figuren mit denen man sich grade wegen ihrer kleinen Schwächen identifizieren konnte machen die Serie äußerst beliebt und legen den Grundstein für unendliche Nachfolgesendungen rund um “Arzt und Krankenhaus”. Die Mitte der 80zigern im ZDF startende “Schwarzwaldklinik” ist quasi die deutsche Version. (weiterlesen …)
Trotz aller sozialistischen Bildungsaufträge – das DDR-Fernsehen hat auch große Fernsehunterhaltung hervorgebracht. “Ein Kessel Buntes” war die Vorzeigeshow des DDR-Fernsehens. Sie zauberte ein seltenes internationales Flair auf die ostdeutschen Bildschirme. Sie wurde sechs Mal jährlich als öffentliche Veranstaltung in verschiedenen großen Hallen der Republik produziert und wechselte sich monatlich ab mit “Da liegt Musike drin“. Von Anfang an als Aushängeschild der DDR-Unterhaltung und Konkurrenz zu den Primetime-Sendungen aus dem Westen konzipiert, wurden keine Kosten und Mühen gescheut: Internationale Stars – auch aus dem kapitalistischen Ausland – wurden verpflichtet. (weiterlesen …)