“Lebensende mit drei Buchstaben?”- diese Frage aus dem Kreuzworträtsel würde Al Bundy (Ed O’Neill) spontan mit “EHE” beantworten. Armer Al: Geschlagen mit dem arbeitsscheuen, rothaarigen, sexbesessenem “Ehe-Moster” Peggy (Katey Sagal), einer äußerst attraktiven, aber total unterbelichteten Tochter – “Dumpfbacke” Kelly (Christina Applegate) – und dem ewig pubertierenden Pechvogel Bud (David Faustino) als Sohn fristet er sein Leben als amerikanischer Damenschuh-Verkäuferin in einem Vorort der amerikanischen Großstadt Chicago. Ständige Gäste im Hause der Bundys sind Nachbarin Marcy (Amanda Bearse), eine erfolgreiche Bankangestellte, sowie ihr erster Ehemann Steve (David Garrison), den in späteren Folgen Jefferson (Ted McGinley) ablöste. Kaum eine sexistische Anspielung, kein zotiger Gag, kein Vorurteil und kein Klischee werden ausgelassen – trotzdem: man(n) muss Al einfach lieben (und bemitleiden)… oder sonst besser den Fernseher ausschalten, wenn einer der unendlichen Wiederholungen der Episoden vom Leben “einer schrecklich netten Familie” über den Schirm flimmert.
Ein reaktionärer bundesdeutsche Spießer, seine einfältige Ehefrau, die emanzipierte Tochter und der von den 68ern geprägten, sozialistisch gesinnte Schwiegersohn .. das sind die “Tetzlaffs”. Alfred Tetzlaff (Darsteller: Heinz Schubert) lebt zusammen mit seiner Frau Else (Darstellerin: Elisabeth Wiedemann), Tochter Rita Darsteller: (Hildegard Krekel) und Schwiegersohn Michael (Darsteller: Dieter Krebs) in einem Reihenhaus einer Arbeitersiedlung im Ruhrgebiet. Ob Sozis, Langhaarige, Gastarbeiter usw., zu allem hat Alfred seine eigene, besserwisserische Meinung… und sagt sie auch. Seine Frau Else und Tochter Rita haben da wenig zu lachen mit dem Haustyrann. Und mit Michael ist der Streit vorprogrammiert, schließlich ist der ein “langhaarige Anarchist” aus der “Ostzone” und darüber hinaus noch “Sozi”. Dennoch sind alle “Ein Herz und eine Seele”. (weiterlesen …)