Sandmännchen
Seit fast einem halben Jahrhundert begleitet das Sandmännchen die Kinder mit liebevollen Gute-Nacht-Geschichten ins Bett. Allabendlich sehen nach Angaben der ARD mehr als 1,5 Millionen Zuschauer seine Sendung. Die Erlebnisse der Trickfilmfigur bildet die Rahmenhandlung für ein wechselndes Kleinkinderprogramm.
Am 22. November 1959 hatte der Sandmann seinen ersten Auftritt auf ostdeutschen Bildschirmen. Bis zur Wiedervereinigung 1991 gab es zwei deutsche “Sandmänner”, die fast zeitgleich entstanden. Der westdeutsche fristete allerdings ein Schattendasein, während der ostdeutsche von Beginn an die Kinder begeisterte.
Als die DFF ihren Betrieb einstelle, sollte eigentlich der West-Sandmann den Ersatz liefern. Aber tausende von Kindern und Erwachsenen protestierten und so wurde zum Jahreswechsel 1991/92 die beliebte DDR-Figur zum “offiziellen Sandmann”. Heute wird die Sandmann-Sendung innerhalb der ARD vom Rundfunk Berlin-Brandenburg betreut. Die Produktion hat inzwischen eine private GmbH übernommen. Mehr als 400 Sandmann-Kurzfilme sind inzwischen entstanden und bereits in viele Länder exportiert.
Literarisches Vorbild des Fernseh-Sandmännchens ist der Kobold “Ole Lukøje” aus einem Märchen von Hans Christian Andersen.



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