Fury – Abenteuer eines wilden Pferdes

Eine eingeworfene Fensterscheibe ist der Anlass dafür, dass der neunjährige Waisenjunge Joey Clark auf die Broken-Wheel-Ranch gerät. Das Vormundschaftsgericht hatte ihn dorthin “zur Besserung” geschickt. So beginnt eine Story, die uns seit Ende der fünfziger Jahre fesselt. Die “Abenteuer eines wilden Pferde” – oder kurz “Fury” – begeisterte Woche für Woche die Jugend. Fury ist ein wilder Hengst, der auf der Broken-Wheel-Ranch gezähmt werden soll. Niemand hat ihn bisher geritten und Fury soll deswegen getötet werden. Joey kann das edle Pferd in letzter Minute retten, freundet sich mit ihm an und erlebt allerlei Abenteuer mit ihm.

Joey (dargestellt von Robert Leroy Diamond) fühlt sich auf der Ranch sehr wohl. Rancher Jim Newton (Peter Graves) ist ein sehr verständnisvoller Mann, “bemuttert” wird Joey überdies vom Cowbody Pete Wilkey (William Fawcett).

Anders als das Umfeld vermuten lässt, ist “Fury” keine Westernserie im klassischen Sinne. Im Zentrum des Geschehens steht der wilde, pechschwarze Hengst. Wie seine Fernseh-Kollegin Lassie - deren Serien-Karriere war kurz vorher gestartet – rettet er Menschenleben, fängt Verbrecher, holt Hilfe bei Gefahr und, und, und… Das Ranch-Leben und das Menschliche kommt aber nicht zu kurz. Aus den Freunden wird dann (fast) noch eine richtige Familie. Rancher Newton, der inzwischen Joeys Unschuld bewiesen hat, adoptiert den Jungen.

Die 114-teilige Fernsehserie im Schwarz-Weiß-Format wurde 1955-1960 in den USA produziert und erstmals ab 1958 in Deutschland in der ARD ausgestrahlt. In den deutschen Folgen wurde aus “Joey” “Joe”. Zunächst waren nur 47 Folgen synchronisiert, gezeigt und wiederholt worden. Erst im Ferienprogramm 1987 wurden 39 “neue” Folgen und 1988 nochmals 27 weitere mit einem neuen Vorspann zum ersten Mal gezeigt. Eine einzige Folge blieb in Deutschland ungesendet. Das Szenario erschien den deutschen Redakteuren wohl unpassend. Es ging um Militär-Düsenjäger, die das Leben auf der Ranch stören.

Die Idee zur Serie basiert auf einem Jugend-Buch von Albert G. Miller aus den frühen 1950er-Jahren. Allerdings wirklich nur die Idee. Bis auf die erste Folge haben die späteren Abenteuer nichts mehr mit dem Ur-Buch zu tun, sondern entstammen der Phantasie der Drehbuchautoren.

“Fury” hatt schon vor Serienbeginn Filmerfahrung. In der Verfilmung “Black Beauty” aus dem Jahre 1946 hatte der Rappe die Hauptrolle gespielt und Auftritte in “Lone Star” (1952), “Johnny Guitar” sowie “Gypsy Colt” (jeweils 1954) gehabt. Später kam noch “Giant” (1956) hinzu. Er war also ein bekannter und geschätzter Filmpartner von Clark Gable, Ava Gardner, Joan Crawford, Elizabeth Taylor, Rock Hudson und James Dean.
Peter Graves (Darsteller von Jim Newton) kam später noch einmal zu Serien-Ehren. Ab der zweiten Staffel (1966) leitete er das “Mission-Impossible“-Team.

Fury in der Internet Movie Database
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Private amerikanische Fanpage
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